Die Tote an der Feuerstelle und der Nagel im Bein
Shownotes
Ein warmer Augusttag im Jahr 2004: Ein zehnjähriger Junge entdeckt im Dickicht bei Ratingen eine Leiche. Teilweise skelettiert, versteckt unter Ästen, daneben eine verlassene Feuerstelle. Niemand weiß, wer die Frau ist.
Erst vier unscheinbare Schrauben in einem Schienbein bringen Bewegung in den Fall. Sie führen die Ermittler Schritt für Schritt zurück zu einer Identität – und zu einer Nacht, die tödlich endet.
Mordermittler Guido Adler von der Kripo Düsseldorf spricht über einen der außergewöhnlichsten Fälle seiner Karriere. Eine Geschichte über kriminalistische Detailarbeit – und darüber, wie ein einziges Detail den entscheidenden Durchbruch bringt.
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00:00:00: Das Prinzip Mord.
00:00:02: Waren Verbrechen auf
00:00:03: der Spur,
00:00:05: ein Podcast von Sascha Lapp und David Sarnow.
00:00:08: Ich bin dann vom Rechtsmediziner angerufen worden.
00:00:12: Der hatte das Gelett zusammengesetzt Und ich bin dann da hingefahren und es war voller roter rote Striche habe ich gefragt weil ist das denn ja?
00:00:19: das sind alles stichverletzt
00:00:21: Ein Lagerfeuer im Wald, eine Leiche und ein Pilzsammler der die Ermittlungen ins Rollen bringt.
00:00:26: Das ist das Prinzip Mord.
00:00:27: Mein Name ist Sascha Lapp.
00:00:28: Folge vier unserer zweiten Staffel und heute sprechen wir mit Mord-Ermittler Jido Adler von der Kripo in Güsseldorf Ja, über ein Fall der für ihn zu den herausragendsten Fällen seiner Karriere gehört.
00:00:39: Warum?
00:00:39: Das erfahren wir gleich von ihm selbst!
00:00:41: Jetzt noch der Hinweis wenn euch unser Podcast gefällt dann vergesst nicht eine Bewertung zu hinterlassen und abonniert unseren Podcast damit ihr keine Folgen mehr verpasst.
00:00:51: Und wer mit Staffel zwei durch ist dem lege ich jetzt Staffel eins ans Herz.
00:00:54: sechs weitere folgen die es ja man kann sagen in sich haben.
00:00:57: Jetzt geht's aber los mit einem fall in Düsseldorf.
00:01:00: Es geht ab in einen Wald und was dort passiert ist das erfahren wir von David
00:01:05: Ende August, four.
00:01:07: Später Vormittag warmes trockenes Wetter ein Waldstück am Rand von Ratingen kein offizieller Wanderweg eher schmale Trampelpfadel zwischen Bäumen und dichtem Unterholz Ein Ort an den man nicht zufällig gerät Eher einer die man aufsucht wenn man ungestört sein will.
00:01:27: Eine Familie ist unterwegs Eltern drei Kinder dazu eine Bekannte.
00:01:32: Sie kommen aus dem Kreis Metmann und wollen Pilze suchen.
00:01:37: Ein früher Versuch in einem Jahr, indem der Herbst noch auf sich warten lässt.
00:01:41: Der zehnjährige Sohn läuft voraus – neugierig ein paar Meter vor den Erwachsenen hinein ins Dickicht.
00:01:49: Dann bleibt er abrupt stehen.
00:01:52: Zwischen Essen und Laub liegt etwas das nicht in diesen Wald gehört.
00:01:56: Zunächst erkennt der Junge nur eine Form etwas Fremdes … etwas Verstörendes.
00:02:05: Da liegt eine Leiche!
00:02:07: Der Vater glaubt ihm zunächst nicht, dann geht er mit.
00:02:11: Noch ein paar Schritte – ein genauer Blick und auch er erkennt sofort was sein Sohn gesehen hat.
00:02:17: Einen menschlichen Körper teilweise skalettiert mit Ästen bedeckt als hätte jemand versucht ihn zu verbergen.
00:02:25: Er ruft die Polizei.
00:02:27: Zuerst trifft die Schutzpolizei ein kurz darauf die Kriminalwache aus dem Kreis Metmann.
00:02:33: Rund einhundertfünfzig Meter müssen sich die Beamten durch das Waldstück arbeiten, bis sie die Fundstelle erreichen.
00:02:40: Fernab der Wege öffnet sich zwischen den Bäumen eine kleine Lichtung – in ihrer Mitte…der Körper!
00:02:48: Die Leiche liegt fast unbekleidet am Boden, Teile des Körpers sind bereits mumifiziert, andere skalätiert.
00:02:55: Über dem Körper liegen Äste nicht zufällig verstreut sondern erkennbar aufgeschichtet.
00:03:01: Für die Ermittler entsteht früh ein erster Eindruck.
00:03:04: Dass hier ist nicht einfach.
00:03:06: ein Mensch, der im Wald zusammengebrochen ist, jemand hat versucht den Körper zu verbergen.
00:03:12: Im unmittelbaren Umfeld fällt weiteres auf – Ein leerer Bierkasten, daneben mehrere Flaschen, manche leer und manche noch gefüllt.
00:03:21: Eine Feuerstelle als hätte hier vor nicht allzu langer Zeit jemand gesessen getrunken gesprochen!
00:03:28: Zwischen dem Laub und Gras finden die Ermittler außerdem einen Tanga, Leggins, einen silberfarbenen Ring und eine silberne Kette.
00:03:37: Alles wirkt wie der Rest einer Situation, die abrupt abgebrochen ist.
00:03:42: Nur eines fehlt – jede Identität!
00:03:46: Kein Ausweis, kein Portemonnaie, kein Hinweis darauf wer hier im Wald liegt.
00:03:51: Die Mordkommission wird alarmiert.
00:03:53: Gido Adler, ihr Leiter fährt selbst zum Fundort und verschafft sich einen Überblick.
00:03:59: Leichenfunde im Wald sind für Erfahrenermittler nichts Ungewöhnliches – doch dieser Fall wirkt von Anfang an anders!
00:04:06: Ein abgelegener Ort eine fast unbekleidete Leiche, eine Feuerstelle ein Bierkasten Äste auf dem Körper.
00:04:14: Die Kombination ist zu auffällig um an einem natürlichen Tod zu glauben den zufällig niemand bemerkt hat.
00:04:21: Noch am Tatort wird ein Rechtsmediziner hinzugezogen.
00:04:25: Der Schädel ist bereits freigelegt, das Weichgewebe weitgehend verschwunden.
00:04:29: Auf den ersten Blick sind keine Frakturen zu erkennen, keine eindeutigen Spuren stumpfer Gewalt – auch am übrigen Körper lässt sich wegen des fortgeschrittenen Zersetzungszustands kaum noch etwas sicher beurteilen!
00:04:42: Die Ermittler stehen vor einem Widerspruch.
00:04:45: Alles an diesem Ort deutet auf einen Verbrechen hin… Aber eine eindeutige Todesursache lässt sich zunächst nicht feststellen.
00:04:53: Trotzdem behandeln sie den Fund von Anfang an als mögliches Tötungsdelikt.
00:04:58: Das Waldstück wird großräumig abgesperrt, die Fundstelle ausgeleuchtet.
00:05:02: Als es dämmert kommt das technische Hilfswerk hinzu.
00:05:06: Flutlichtmasten tauchen die kleine Lichtung in hartes künstliches Licht.
00:05:10: Eine helle Insel im dunkler werdenden Wald.
00:05:15: Die Tatortgruppe arbeitet bis in die Nacht hinein.
00:05:18: Jeder Gegenstand wird dokumentiert, der Bierkasten mit den Flaschen die Feuerstelle.
00:05:23: Die Kleidung in der Nähe der Leiche, der Schmuck – die Lage der Äste auf dem Körper.
00:05:28: Von Innen nach Außen wird der Bereich abgesucht, fotografiert, vermessen.
00:05:33: doch das worauf alle hoffen eine Tatwaffe auffällige Fußspuren ein zurückgelassenes Messer bleibt aus.
00:05:41: Am Ende dieser ersten Nacht haben die Ermittler viele Spuren gesichert aber kaum Antworten.
00:05:47: Wer ist die Tote?
00:05:49: Wer war mit ihr hier, wie ist sie gestorben?
00:05:52: und vor allem warum hat sie niemand vermisst.
00:05:55: Die Leiche wird ins Institut für Rechtsmedizin nach Düsseldorf gebracht.
00:05:59: Zwei Tage später beginnt die Obduktion.
00:06:02: Parallel gleich die Mordkommission Vermissten anzeigen bei den zuständigen Stellen in DüsselDorf und beim Landeskriminalamt ab.
00:06:10: Gibt es eine vermisste Frau auf die alte Staturschmuck oder Kleidung passen könnte?
00:06:16: Doch es gibt keinen Treffer.
00:06:18: Auch die klassischen Identifizierungswege helfen zunächst nicht weiter.
00:06:23: Ein Zahnstatus ist kaum zu erheben, das Opfer hat nur noch zwei Zähne – zu wenig für einen verwertbaren Abgleich mit Zahnarztunterlagen.
00:06:32: Fingerabdrücke scheiden ebenfalls aus, die Haut ist so stark zerstört, die Papillaleisten sind nicht mehr erhalten.
00:06:39: Theoretisch könnte DNA helfen….
00:06:42: Aber ohne Vergleichspersonen bleibt auch das zunächst nur eine Spur, ohne Ziel.
00:06:47: Die Frau bleibt namenlos.
00:06:50: Zurück bleibt der Eindruck eines Todes an einem Ort, an dem man nicht zufällig stirbt.
00:06:56: Der erste wirkliche Wendepunkt kommt bei der Obduktion Ausgerechnet durch etwas dass mit dem Tod zunächst nichts zu tun zu haben scheint.
00:07:04: Im rechten Unterschenkel entdecken die Rechtsmediziner vier Metallschrauben.
00:07:09: Sie setzen im Schienenbein.
00:07:11: Der Knochen ist früher einmal gebrochen und operativ versorgt worden.
00:07:15: Die Schrauben werden ausgebaut, gereinigt und unter Licht betrachtet.
00:07:20: Dann fällt etwas auf.
00:07:22: Auf jeder einzelnen ist eine Nummer eingraviert Dazu das Logo eines Herstellers.
00:07:28: Plötzlich liegt etwas vor den Ermittlern Das Spuren außerhalb dieses Waldes hinterlassen haben muss Medizintechnik mit Kennzeichnung Ein Produkt, das produziert ausgeliefert und irgendwo eingesetzt wurde.
00:07:41: In Düsseldorf beginnt eine ungewöhnliche Form kriminalistischer Arbeit – nicht über Personen sondern über Material!
00:07:49: Die Schrauben gehen zurück zur Mordkommission.
00:07:52: Guido Adler und sein Team notieren die Zahlen, fotografieren das Herstellerzeichen und nehmen Kontakt zur Firma auf.
00:07:59: Die Hoffnung vielleicht führt der Weg über Kliniken zurück zu einem Namen?
00:08:04: Zunächst gehen die Ermittler von etwas aus, das sich später als Irrtum erweisen wird.
00:08:09: Sie halten die Zahlen auf den Schrauben für individuelle Kennungen – also für Nummern, die sich einer einzelnen Patientin zuordnen lassen.
00:08:18: Mit dieser Annahme bitten sie den Hersteller um Auskunft.
00:08:22: Der Hersteler reagiert Die Nummer auf.
00:08:25: eine der Schrauben taucht tatsächlich in den Lieferunterlagen auf.
00:08:29: Eine Charge ist an ein Krankenhaus in Düsseldorf gegangen.
00:08:33: Dort wurde eine Patientin mit genau diesem Material operiert.
00:08:37: Die Ermittler fahren hin, sprechen mit der Frau – sie lebt!
00:08:41: Ein früherer Unfall ein gebrochenes Schienbein medizinische Standardversorgung aber keinerlei Verbindung zu den Toten im Wald.
00:08:49: Damit ist klar die erste Hypothese war falsch.
00:08:53: Die Zahlen auf den Schrauben sind keine Individualnummer einzelner Patientinnen sondern Seriennummer Bauteile einer bestimmten Produktionsschage ausgeliefert an zahlreiche Kliniken.
00:09:05: Was zunächst wie ein Durchbruch wirkt, führt wieder zurück an den Anfang.
00:09:10: Die Identität der Toten bleibt offen – doch die Schrauben haben ihre Geschichte noch nicht vollständig erzählt.
00:09:17: Guido Adler und sein Team gehen einen Schritt zurück und betrachten das Material neu.
00:09:22: Jetzt wissen sie es handelt sich um spezielle Schraube.
00:09:26: Sie gehören zu einem System und sie dienen dazu, einen Metallnagel im Knochen zu fixieren.
00:09:32: Einen sogenannten Markennagel.
00:09:35: Ein Unfallchirurg wird hinzugezogen.
00:09:38: Er erklärt den Ermittlern wofür solche Schrauben verwendet werden Zur Verriegelung eines Metallstabs der bei einem Unterschenkelbruch in den Knoche eingebracht wird.
00:09:48: Damit entsteht eine neue Frage Wenn Schrauben vorhanden sind steckt dann auch der Nagel noch im Knoch?
00:09:55: Die Rechtsmedizin untersucht das Schienenbein erneut, diesmal gezielt.
00:09:59: Und tatsächlich – im rechten Unterschenkel befindet sich noch ein Marknagel und auch er wird explantiert!
00:10:08: Auf dem Metall wieder das Hersteller-Logo, wieder eine eingravierte Nummer.
00:10:13: Jetzt liegt erstmals ein vollständiges Implantatsystem vor.
00:10:17: Vier Schrauben und ein Marknadl.
00:10:19: Fünf Serienkennungen die zusammengehören Ein medizinischer Fingerabdruck.
00:10:25: Mit dem vollständigen Implantatsystem wenden sich die Ermittler erneut an den Hersteller.
00:10:30: Dieses Mal dauert die Antwort länger, doch sie fällt deutlich präziser aus!
00:10:35: Denn jetzt geht es nicht mehr nur um einzelne Schrauben sondern um ein komplettes osteosynthetisches System, vier Verriegelungsschrauben und einen Marknagel eingesetzt bei einem offenen Unterschenkelbruch – und dieses Material ist selten.
00:10:51: Der Nagel wurde nur dreihundertfünfzigmal produziert, die schrauben jeweils in vergleichsweise kleinen Schagen.
00:10:58: Solche Implantate verschwinden nicht spurlos – sie tauchen in Lieferlisten auf, in Bestellungen und in Operationsberichten.
00:11:18: Deutschlandweit ist das kaum mehr als ein schmaler Korridor.
00:11:23: Für die Mordkommission ist es ein Glücksfall, der Suchraum wird plötzlich eng!
00:11:27: Der Distributor prüft seine Unterlagen und nennt schließlich einen Krankenhaus in Essen, dass diese Implantate damals bestellt hat.
00:11:36: Die Mord-Kommission fährt nach Essen – sechs Beamte weil man davon ausgeht, dass hunderte Operationsberichte durchgesehen werden müssen.
00:11:44: Das Krankenhaus kooperiert.
00:11:46: Zunächst durchsucht das Personal die Archive selbst, danach erhalten auch die Ermittler Zugriff auf die Unterlagen.
00:12:12: Dann geht es überraschend schnell.
00:12:14: Schon in einem Bericht aus dem Januar, die Ermittler einen Eingriff finden, der exakt passt!
00:12:22: Eine Patientin Anfang Drei-Sich Unterschenkelbruch versorgt mit einem Marknagel und vier Verriegelungsschrauben – mit genau den Nummern, die auch im Wald gefunden wurden.
00:12:34: Zum ersten Mal steht ein Name im Raum Silvia P., Dreißig Jahre alt, aus Essen.
00:12:41: Die Mordkommission fährt zu den Eltern.
00:12:43: Eine kleine Wohnung in einem älteren Ruhrgebietsblock, die Ermittler klingeln stellen sich vor nennen den Namen der Tochter.
00:12:51: Die Reaktion ist zurückhaltend kein sichtbarer Schock eher Distanz.
00:12:56: Die Eltern sagen sie hätten seit Jahren keinen Kontakt mehr zur Silvia, die sei abgestürzt im obdachlosen Milieu unterwegs ihr Leben längst aus dem familiären Rahmen gefallen.
00:13:06: niemand wisse wo sie zuletzt gelebt habe.
00:13:09: Von beiden werden DNA-Proben genommen, drei Tage später kommt die Bestätigung aus dem Landeskriminalamt.
00:13:16: Die Tote aus dem Wald ist Silvia Pee.
00:13:20: Fast fünf Monate nach dem Fund hat die Frau im Wald endlich einen Namen.
00:13:25: Doch mit der Identifizierung beginnt sofort die nächste Frage.
00:13:29: Warum ist Silvia verschwunden und wer war zuletzt bei ihr?
00:13:33: Die Eltern erwähnen etwas das die Ermittler aufhorchen lässt Bereits im Mai, zwei Tausendvier sei die Polizei bei ihnen gewesen.
00:13:42: Jemand habe Sylvia als vermisst gemeldet – doch der Vorgang sei später eingestellt worden weil eine Zeugin behauptete, Sylvia danach noch gesehen zu haben.
00:13:52: Die Mordkommission fährt zur Essener-Polizei.
00:13:55: Digital ist nichts mehr vorhanden, die Vermisstenfahndung ist gelöscht ….
00:13:59: Doch in den Papierakten liegt der Vorgehr noch vor….
00:14:03: Und genau dort findet sich der entscheidende Satz!
00:14:07: Am zweiten Mai, zwei Tausendvier meldet ein Mann Sylvia als vermisst.
00:14:12: Erkenne sie aus dem Obdachlosen-Milieu.
00:14:15: Seit etwa sechs Wochen habe er sie nicht mehr gesehen – das letzte Lebenszeichen sei ein Telefonat gewesen am Zweiundzwanzigsten März.
00:14:23: In diesem Gespräch habe Sylvia gesagt, sie sei irgendwo im Wald mit ihrem Freund einem Mann namens Stefan Kahr.
00:14:32: Sie haben einen Lagerfeuer gemacht und sie wolle ihm jetzt sagen, dass sie sich trennen werde.
00:14:38: Danach bricht das Gespräch ab.
00:14:41: Mit dem Namen Stefan K beginnt für die Ermittler die naheliegende Überprüfung – doch sehr schnell zeigt sich diese Spur führt zu einem Mann den man nicht mehr befragen kann.
00:14:51: Stefan K lebt nicht mehr!
00:14:56: Der Fall wurde damals in Düsseldorf bearbeitet, Fremdverschulden wurde ausgeschlossen.
00:15:06: Neben ihm lag ein Rucksack darin, Scheiblettenkäse und eine halbgelehrte Flasche Wodka – mehr blieb nicht zurück!
00:15:14: Für die Mordkommission entsteht damit eine seltene Konstellation Das Opfer ist tot, der mutmaßliche Täter ist tot.
00:15:22: Kein Zeuge hat die Tat gesehen.
00:15:24: Es gibt keine Tatwaffe, keine klassischen
00:15:26: Spuren
00:15:27: Und trotzdem beginnt sich das Bild zu schließen.
00:15:30: Stefan K. ist Polizei bekannt, Körperverletzungsdelikte darunter auch Taten mit Messern – auch das fügt sich in das Bild ein!
00:15:39: Die Ermittler setzen nun alles zusammen was der Fall hergibt Spuren vom Fundort Aussagen, Obduktionsbefunde, frühere Kontakte.
00:15:48: Silvia und Stefan kennen sich aus dem obdachlosen Milieu zwei Menschen deren Alltag von Unsicherheit Abhängigkeit und improvisiertem Überleben geprägt ist.
00:15:58: Am Zweiundzwanzigsten März, zwei Tausendvier gehen beide in das Waldstück bei Ratingen.
00:16:04: Warum genau lässt sich nicht mehr vollständig beweisen?
00:16:07: Doch vieles spricht dafür dass Stefan dort trinken wollte Feuer machen einen Abend verbringen.
00:16:14: Die Spuren am Fundort passen dazu Bierflaschen Kasten Feuerstelle.
00:16:19: Silvia dagegen will offenbar reden über Trennung.
00:16:23: Das legt das letzte Telefonat nahe.
00:16:26: Dann kipp die Situation.
00:16:28: Bei der Obduktion zeigen sie später massive Stich- und Schnittverletzungen am Skelett, im Bereich der Rippen des Rückens – der Flanken.
00:16:36: Ein scharfes spitzes Tatmittel, mehrfach eingesetzt zielgerichtet.
00:16:41: kein unkontrollierter Angriff sondern wiederholte Gewalt.
00:16:46: Die Rechtsmediziner gehen davon aus dass Sylvia kaum eine Chance hatte sich zu wehren.
00:16:52: Nach der Tat sammelt er Täter Äste und legt sie über den Körper.
00:16:56: keine aufwendige Verdeckung, eher ein hastiger Versuch den Ort zu verlassen und den Körper verschwinden zu lassen.
00:17:04: Es vergehen vier Monate bis ein zehnjähriger Junge auf die Leiche stößt.
00:17:10: Warum Stefan K. Silvia tötet und sich wenige Monate später selbst das Leben nimmt bleibt am Ende offen.
00:17:17: Niemand kann ihn mehr fragen, niemand kann prüfen was in diesen Monaten in ihm gearbeitet hat.
00:17:23: Es bleibt nur die äußere Logik des Fals.
00:17:26: Trennung, Gewalt, Kontrollverlust – danach Absturz und Suizid!
00:17:31: Mehr gibt der Fall nicht preis.
00:17:34: Juristisch endet dieser Fall ohne Anklage, ohne Prozess, ohne Urteil.
00:17:39: Kriminalistisch aber ist er geklärt.
00:17:42: Die Mordkommission hat die Tote identifiziert, ihre letzten Stunden rekonstruiert das Motiv eingegrenzt und den wahrscheinlichen Täter ermittelt.
00:17:52: Nur bestrafen kann sie niemanden mehr.
00:17:55: Guido Adler formuliert es später so, wir haben alles ermittelt aber niemandem den man in einem Gerichtssaal vorhalten kann und trotzdem schulden mit dem Opfer die Geschichte zu Ende zu erzählen.
00:18:08: Silvias Tod wird nie vor Gericht verhandelt Aber er wird aufgeklärt.
00:18:13: Ein Fall der mit vier Schrauben begann Und mit der Erkenntnis endet das Verbrechen manchmal auch dann gelöst werden können wenn keiner der Beteiligten mehr am Leben
00:18:22: ist.
00:18:34: an einem Tisch mit Guido Adler, dem Chef der Abteilung.
00:18:38: Deswegen halt sie auch ein bisschen das Büro ein bisschen größer muss man ehrlicherweise sagen.
00:18:41: Gido schön dass ich kommen dürfte.
00:18:43: Danke dass ich dabei sein darf.
00:18:44: herzlich willkommen!
00:18:45: Hallo
00:18:45: wir haben gehört in der Geschichte, dass du gesagt hast Leichenfunde im Wald sind nicht ungewöhnlich hast uns damals auch im ZDF erzählt kommt immer wieder vor habe ich mich gefragt tatsächlich und wie viele Tote liegen denn so in deutschen Wäldern noch die man noch nicht gefunden hat?
00:19:00: Eine interessante Frage Kann ich leider nicht beantworten, aber ich denke mal wir haben so drei vier fünf Tote im Wald auch in dieser Konstellation nämlich nicht eben Tod umgefallen mit Herzinfarkt sondern schon länger liegend.
00:19:13: Häufig tatsächlich Suizidenten also Menschen die in den Wald gehen die Abgeschiedenheit ein bisschen suchen um ihr Leben dann zu bennen.
00:19:21: Aber der Entgegner ist immer der Pilzsammler.
00:19:25: Der Pilzssammler findet nämlich häufig solche Leichen wie auch die von Syria.
00:19:31: Und ja, das ist dann immer spannend weil sie liegen halt schon recht lange und da weiß man in der Regel nicht was ist denn passiert?
00:19:38: Ja
00:19:38: knifflige Arbeit war es in dem Fall.
00:19:39: ja auch hier muss ihr erst mal rausfinden wer ist das überhaupt?
00:19:42: eine Möglichkeit wäre gewesen den Zahnstatus zu ermitteln War bei ihr jetzt ein bisschen schwierig bei zwei Zähnen aber prinzipiell ist dieser Zahnstatus ja schon etwas ganz besonderes.
00:19:51: Das macht jeden so einmalig kann man sagen
00:19:54: Ja, genau.
00:19:54: Es gibt also insgesamt drei Individualisierungsmerkmale die wir in der Kriminalistik nutzen.
00:20:00: das ist tatsächlich einmal.
00:20:01: der Zahnstatus macht natürlich dann Sinn dass wir auch einen korrespondierten Zahnarzt haben haben nicht immer da natürlich die Fingerabdrücke und letztendlich seit neuestem die DNA.
00:20:13: Ja, das mit dem Zahnarzt hab ich mich tatsächlich auch gefragt.
00:20:16: Denn selbst wenn es geklappt hätte ... Mit der Toten im Wald, dass ihr sie hättet identifizieren können oder zumindest den Versuch gehabt hättest weil sie Szene gehabt hätte... Hättet ihren Zahnarz gebraucht?
00:20:25: Die Frau kann ja irgendwo herkommen hier aus dem einen Land Es kann ja aus jeder größeren Stadt gewesen sein.
00:20:30: Wie läuft denn sowas in der Praxis?
00:20:31: also schreibt ihr dann jeden zahnarst an.
00:20:34: Oder gibt's möglicherweise so eine zahnarz Zeitung in der alle irgendwie plättern Und ihr veröffentlicht da sowas wie macht man das?
00:20:40: den vergleichenden zahnrad zu finden ist natürlich tatsächlich ein großes problem.
00:20:44: es gibt eine zahnadzeitung oder einen portal das weiß ich.
00:20:49: indem man solche fälle einstellen kann bedeuten natürlich auch dass die zahnärztes lesen müssten und das dann vergleichen würden.
00:20:57: wenn das jetzt nicht im ganz außergewöhnliches gebiss letztendlich gewesen ist glaube ich wird es schwierig werden.
00:21:03: Ich kann mich auch nicht an einen Fall erinnern, wo wir über dieses Medium eine Leiche haben identifizieren
00:21:08: können.".
00:21:08: Also wie haben das schon gehabt bei anderen Fällen in Deutschland?
00:21:11: Also tatsächlich hat's tatsächlich geklappt und da kam noch was anderes gelernt.
00:21:15: Das weißt du vielleicht auch.
00:21:16: Dass Zähne zu einem Material gehören beim Menschen, dass erst ganz zum Schluss verbrennt oft auch also das zähne sind offenbar sehr sehr haltbar.
00:21:24: Das ist das was wirklich am Ende übrig bleibt.
00:21:26: ja also Wusste ich natürlich, aber für den Fall mit den zwei Zähnen... Ich hätte
00:21:31: jetzt hier nichts gebracht.
00:21:33: Ganz
00:21:33: im Gesand dass es so ist.
00:21:35: Gerade wenn du einen verbrannten hast dann die Zähne geben doch noch viel her.
00:21:38: also die bleiben wirklich bis zum Schluss tatsächlich.
00:21:40: Stimmt das ist natürlich eine gute Überlegung.
00:21:41: Gehen wir zum Fall.
00:21:42: du warst da ja in der Feuerstelle.
00:21:46: War dir gleich klar, dass das ein sehr aufwendiger Geschichte werden würde und eine sehr aufwändige Ermittlung?
00:21:53: Eigentlich nicht!
00:21:53: Also irgendwie Ich habe mir tatsächlich heute überlegt, als ich wusste, du kommst vorbei und wir sprechen über den Fall.
00:22:00: Warum haben wir damals überhaupt eine Mordkommission gemacht?
00:22:02: Also eigentlich haben wir erstmal nur einen Toten im Wald und wir hatten die Rechtsmedizin raus und wir haben uns die Leiche angeschaut Respektive das, was von ihr übrig geliehen ist.
00:22:11: Also wir hatten da abgesehen von dieser ungewöhnlichen Aufhinde-Situation so recht nichts.
00:22:17: also kein eingeschlagenen Schäle keine Tatwaffe... Da war eigentlich nicht etwas direkt auf ein Tötungsteleg hingedeutet hat.
00:22:24: allerdings haben uns entschieden weil es doch ein bisschen kurios und ungewönlich war zumindest in den Befund erstmal so aufzunehmen dass wir sagen können okay Wenn wir hier weg sind, haben wir alle Spuren gesichert.
00:22:35: Und wenn wir dann im Zuge der weiteren Ermittlung feststellen ist es ein Tötungsdelikt, dann ist nichts verloren gegangen.
00:22:40: Habt ihr ja festgestellt denn?
00:22:42: Woran?
00:22:44: Ja da hat die Rechtsmitziehen eigentlich unerheblichen Anteil daran.
00:22:47: also wir haben die Reste der Leiche haben wir natürlich optozieren lassen und aufgrund der langen Liegezeit war es so, dass eine sogenannte Matzeration vorgenommen worden ist.
00:23:00: Eine Matzerations bedeutet das letztendlich die ganzen übrig gebliebenen Knochen und Gewebeteil in eine Seifenlauge gelegt werden.
00:23:08: dadurch löst sich das Gewebe vom Knochern ab und letztendling bleibt das blanke Skelett zurück.
00:23:13: und das hat ne ganz schöne Überraschung ergeben.
00:23:15: ich bin dann etwa zwei Wochen, dass dort also relativ lange.
00:23:19: bis der Prozess abgelaufen ist bin ich vom Rechtsmediziner angerufen worden.
00:23:24: Der hatte das Skelett zusammengesetzt tatsächlich auch so zusammengesetzt als es wie man's schon mal kennt so da steht ein Skelett in der Ecke beim Arzt.
00:23:33: so hat er es auch gemacht und ich bin dann da hingefahren.
00:23:36: Es war voller roter Striche.
00:23:39: Das sind alles Stichverletzungen oder zumindest Verletzung, die mit einem scharfen Werkzeug zugeführt wurden ist.
00:23:44: Also von da war klar ...
00:23:45: Warst du überrascht?
00:23:46: Total!
00:23:47: Aber wir wussten jetzt, dass der Verstorben sicher ungebracht worden ist.
00:23:54: Hätte man in dem Fall nicht auch mit DNA arbeiten können.
00:23:56: Ihr habt ja eine Feuerstelle gehabt.
00:23:57: Bierflaschen, Bierkasten angetrunkene Flaschen also halb voll waren die zum Teil Fingerabdrücke.
00:24:02: war für mich so eine Überlegung.
00:24:04: War das nicht möglich oder habt ihr es gar nicht probiert?
00:24:07: Es waren also kaum noch Gewebe da, also überhaupt keine inneren Organe.
00:24:14: uns fehlten soweit ich weiß auch einzelne Fingerteile ist natürlich klar im Wald Tiere die werden verschleppt und an einer Aussagefähige oder auswertbare DNA sind wir auch nicht mehr gekommen.
00:24:27: Auch nicht an
00:24:27: den Bierflaschen, irgendwie die da umstanden hätte, die ja auch mal gucken können aber war wahrscheinlich auch zu alt.
00:24:32: Wenn es umsteht und das regnet und es verwittert dann geht's überhaupt verloren vermutlich.
00:24:36: Also jetzt rückblickend betrachtet weiß ich dass etwa ein halbes Jahr zwischen der Tat und dem Abstellen der Bierkästen und dem Verbleib der Leiche vor Ort und der Klärung der ganzen Sache bzw.
00:24:49: sie im Auffinden gelegen haben, so dass da keine Auswärtbare DNA mehr gefunden werden konnte.
00:24:54: Also weder an der Leiche noch an den sichergestellten Gegenständen?
00:24:57: Ja!
00:24:58: Ihr habt die Schrauben dann ja gehabt und überprüft und es kam raus, das sind Seriennummern also Schraubende nicht Patienten gebunden sind.
00:25:05: Wer kam darauf, dass diese Schraube zu noch mehr Gehör in diesem Maschinenbein, dass die nicht nur da reingeschraubt sind sondern dass die noch so nagell halten?
00:25:12: Das war ja so.
00:25:13: der zweite Schritt muss man ja auch mal erstmal drauf kommen.
00:25:15: auch Ja, letztendlich ist das bei der Obduktion festgestellt worden.
00:25:18: Wir haben die Dinge dann auch direkt rauspräparieren lassen und uns dann mal ganz umfassend damit beschäftigt.
00:25:23: Und es war eine ziemliche Süßigfußarbeit muss man sagen aber hat letztendling zum Erfolg gebracht.
00:25:30: wir waren mit relativ viel Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterwegs Aber letztendlig konnten wir feststellen wem der Nagel implantiert worden ist.
00:25:39: Kommt sowas öfter vor dass man anhand von solchen Sachen Opfer identifiziert?
00:25:43: Ja, tatsächlich.
00:25:44: Ich glaube mittlerweile ist es auch so dass die meisten Implantate eine Individualnummer haben und von da ist es dann relativ einfach.
00:25:51: soweit ich weiß sind Hersteller und Individualnumer in die entsprechenden menschlichen Ersatzteile dann auch hinterlegt und ja also kann man jemanden identifizieren.
00:26:03: Springen wir mal ein Stück weiter in der Geschichte.
00:26:04: Schluss endlich habt ihr den Fall klären können?
00:26:06: Auch den Täter habt ihr gehabt diesen Stefan K aber der war jetzt nicht mehr am Leben er hat sich hier umgebracht.
00:26:12: Wie ist das für dich als Ermittler nach so langer Arbeit?
00:26:16: Zu viele Puzzleteilen, die du ja zusammengesetzt hast.
00:26:18: Das war sehr umfangreich und zum Schluss aber auch sehr erfolgreich.
00:26:21: Es war echt von Erfolg gegründet auf einem außergewöhnlichen Weg mit diesen Implantaten.
00:26:28: Und dann kann man eben nicht mehr nachfragen.
00:26:30: Man kann niemanden zur Verantwortung ziehen.
00:26:32: Wie fühlt man sich?
00:26:35: Also ich kann mich daran erinnern, als wir ... die Silvia... identifiziert hatten.
00:26:42: Das war erst mal super, hat uns total gefreut und dann haben wir so ein bisschen recherchiert und ja sind dann eben auch zu dem Stefan K. gekommen und er als letzter Zeuge mit der zusammen gewesen ist und das hat sie ja auch einem Bekannten geschildert und klar es konnte nur der Stefan K., der Täter sein.
00:26:58: Klar die nächste Überraschung ist dann du liest am Tag seines Geburtstages wirft er sich von Zug Ja jetzt habe ich da einen Fall.
00:27:05: Ich hab objektiv eigentlich keinen so richtigen Barer weiß keine DNA keine Fingerspur Ich habe keinen Geständnis, aber ich hab ein geklärtes Delikt.
00:27:12: Also für mich ist das einzigartig.
00:27:14: Ich hab mich selber überhaupt noch nicht erlebt und nicht gehört, dass es sowas Ähnliches gibt.
00:27:19: also ja bisschen unbefriedigen schon.
00:27:22: Ich hätte ihn schon gerne mit konfrontiert.
00:27:24: Und letztendlich hat er sich selber zur Rechenschaft gezogen.
00:27:28: so sehe ich das immer.
00:27:29: Aber rein kriminalistisch betrachtet fand ich das einer meiner herausragenden Fälle.
00:27:35: Habt ihr euch trotzdem überlegt, was ist der Passierten der Tatnacht?
00:27:38: Was hat sich da abgespielt?
00:27:39: an der Feuerstelle?
00:27:40: oder ist das denn burscht.
00:27:42: Das war uns eigentlich klar weil die Sylvia hatte eine SMS in dieser Nacht als sie tat Passiertes geschrieben an einen Bekannten und hat gesagt ich sitze gerade hier mit meinem Freund mit dem Stefan im Wald Wir machen Lagefeuer wir haben Bier also die Situation über hinterher auch gefunden haben schildert Sie ganz konkret.
00:28:01: Und dann sagt sie noch die Sätze die ja wahrscheinlich das Leben gekostet haben.
00:28:04: Ich überlege jetzt gleich, mit dem die Beziehung zu beenden.
00:28:07: Das wird sie dann auch gemacht haben und dann ist Stefan wahrscheinlich völlig eskaliert.
00:28:12: wir wussten aus seiner Überprüfung dass er gewalttätig ist gefährliche Körperverletzung auch unter Einsatz eines Messers schon begangen hat und von daher war das eine komplett runde Sache insbesondere weil sich Silvia nach diesem mutmaßlichen Tartag, weil niemand mehr auch gemeldet hat.
00:28:29: Also keiner hat sie mehr gesehen, keine hat mehr gehört, keiner hat mit ihr gesprochen.
00:28:33: also das Ding war komplett rund aus gemeindelistischer Sicht aber eben halt trotzdem sehr außergewöhnlich.
00:28:39: Geht dir sowas nahe?
00:28:39: Also zwei Menschen im Wald und am Ende sind beide tot.
00:28:43: Täter und Opfer Kannst den einen nicht befragen, den anderen sowieso nicht.
00:28:46: Und dann so richtig interessiert sich auch niemanden mehr wirklich dafür was es da passiert.
00:28:51: Die hatten ja jetzt kein großes umfeld.
00:28:52: Das war ein Obdachlosen-Milieu.
00:28:54: Nimmt man so was mit nach Hause und denkt da über diese Schicksale, mit dem man es tun hat auch noch mal nach?
00:28:59: Also das Schicksal von Sylvester hat mich schon beschäftigt tatsächlich.
00:29:02: Weil letztendlich eine ganz normale menschliche Reaktion – ich beende eine Beziehung bin danach tot!
00:29:08: Das ist für mich noch nie nachvollziehbar gewesen und wird jetzt auch nie mehr sein.
00:29:15: Was den Täter angeht natürlich... Was hätte ich mir für ihn gewünscht?
00:29:19: Vielleicht, dass er seiner gerechten Strafe zugeführt wird.
00:29:22: Vielleicht gab's auch eine Situation die es ansatzweise erklärt.
00:29:25: vielleicht hat sie ihn bereits wie auch immer was man da erwarten kann.
00:29:32: aber vom Grundsatz her Silvia ja das da denke ich immer noch drüber nach.
00:29:36: Aber letztendlich hat ihr Freund den Weg gewählt den er wählen wollte und Da bin ich eigentlich nicht so ganz nah bei.
00:29:45: Was wäre denn eigentlich passiert, wenn ihr die Schrauben nicht gefunden hättet?
00:29:48: Wie wären das ausgegangen.
00:29:51: Ich befürchte dann wär's ein weiterer Codecase gewesen weil wir hätten sie schlecht identifizieren können.
00:29:58: letztendlich Sie war auch komplett aus ihrem Umfeld verschwunden muss man sagen.
00:30:06: Es gab diese vermissten Anzeige der Bekannte gestellt hat aber es hatte dann eine Betreuerin meinig Hat angegeben sie vier Monate nach der Tat gesehen zu haben und damit war sie nicht mehr vermisst.
00:30:19: Die Vermisstenanzeige war auch nicht mehr da, ihr soziales Umfeld war sehr beschränkt.
00:30:23: also Sie wären als nicht identifiziertes Mordopfer wahrscheinlich jetzt immer noch in den Codecase-Analen Und
00:30:30: der Fall wäre vermutlich nie geklärt worden?
00:30:33: Zumindest stand jetzt wahrscheinlich leider nicht.
00:30:36: In dem Fall ist es ja gut gegangen, der Fall ist geklärt.
00:30:39: Wir lieber Guido sind damit auch schon am Ende unseres Gesprächs.
00:30:43: Die Zeit ist schon wieder rum und es geht unheimlich schnell.
00:30:45: Es hat Spaß gemacht mit dir zu reden.
00:30:46: Es war super interessant!
00:30:48: Ich danke nochmal dass ich da sein dürfte und hoffe das wir uns auch in einer der nächsten Folgen wieder mal über Weg laufen hier bei dir.
00:30:54: Ich danke dir und würde mich natürlich darüber freuen
00:30:56: Mehr Fälle gibt's hier bei uns in zwei Wochen wieder, denkt dran eine kurze Bewertung zu hinterlassen und abonniert uns damit ihr mit dabei seid wenn es als nächstes nach Karlsruhe geht.
00:31:05: Zu einem Taximord der die dortigen Ermittler vor ungeahnte Herausforderungen stellt.
00:31:11: Infos zum heutigen und allen anderen Fällen findet ihr übrigens auf unserem Instagram Account das Prinzip Mord.
00:31:17: da gibt sogar Fotos von den damaligen Tatorten.
00:31:20: Ich sage an dieser Stelle Tschüss und bis bald und bleibt uns treu.
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